Kurz zusammengefasst
- Die Einrichtung dauert unter 10 Minuten, ohne lokale Installation und ohne Code.
- Der tchop MCP-Server verbindet Claude, Cursor oder Windsurf direkt mit Ihrer tchop-App: Karten veröffentlichen, Push-Nachrichten senden, Kommentare moderieren, alles in natürlicher Sprache.
- Die Funktion steckt in der Beta. Das Toolset ist einsatzbereit. Kennen Sie die Grenzen, bevor Sie loslegen.
Sie öffnen Claude. Sie tippen: „Schick eine Push-Nachricht an alle Mitglieder wegen der Town Hall nächsten Donnerstag um 15 Uhr.“
Fertig.
Kein Klick ins tchop-Dashboard, kein Weg zum Push-Nachrichten-Formular, kein Kopieren und Einfügen. Der KI-Agent hat ja die richtige API aufgerufen, mit den richtigen Parametern, und die Nachricht ist raus.
So funktioniert der tchop MCP-Server. Dieser Artikel ist der praktische Leitfaden: Was er wirklich kann, wie Sie ihn einrichten und wo seine Grenzen liegen.
Was ist ein MCP-Server, und warum ist das hier relevant?
MCP (Model Context Protocol) ist ein offener Standard. Er erlaubt es KI-Assistenten, direkt mit externen Tools und APIs zu sprechen. Statt Inhalte von Hand von einem Ort zum nächsten zu kopieren, übernimmt das der KI-Agent, indem er das Tool direkt aufruft.
Für tchop-Nutzer heißt das: Ihr KI-Assistent (Claude, Cursor, Windsurf) erstellt Karten, sendet Push-Nachrichten, moderiert Kommentare und ruft Analytics aus Ihrer tchop-App ab, auf Zuruf in Alltagssprache.
Der MCP-Server läuft remote unter mcp.tchop.live. Eine lokale Installation brauchen Sie nicht.
Was Sie damit konkret tun können
Das ist der aktuelle Funktionsumfang in v1 (Beta):
Inhalte erstellen und veröffentlichen
- Artikel-, Umfrage-, Bild-, Video- und Audio-Inhalte erstellen
- Inhalte erstellen, veröffentlichen, bearbeiten, planen, anpinnen oder in anderen Mixes und Kanälen republizieren
- Bestehende Karten aktualisieren
Push-Nachrichten und Messaging
- Push-Nachrichten an alle Mitglieder oder bestimmte Segmente senden
- In-App-Nachrichten versenden
Community-Moderation
- Kommentare lesen, ausblenden, hervorheben und beantworten
- Tags, Mixes und Kanäle verwalten
Analytics
- Engagement- und Analytics-Daten für alle Inhalte, alle Nutzenden und alle Kanäle abfragen und auswerten
- Analytics-Berichte und Dashboards auf Abruf erstellen
Ein paar Prompts, die in der Praxis funktionieren:
„Erstelle eine Umfrage im Kanal #intern, in der das Team über den Ort des Q3-Offsites abstimmt. Drei Optionen: Berlin, Barcelona, Wien. Sofort veröffentlichen.“
„Zeig mir die fünf meistkommentierten Inhalte der letzten 30 Tage.“
„Sende eine Push-Nachricht an alle Mitglieder: ‚Neues Mitarbeiterhandbuch verfügbar. Jetzt im Ressourcen-Kanal ansehen.'“
„Blende den gemeldeten Kommentar unter dem Town-Hall-Artikel aus. Antworte anschließend: ‚Vielen Dank für Ihr Feedback. Wir melden uns direkt bei Ihnen.'“
Das sind nur einige Beispiele. Die Möglichkeiten sind weit gefasst und praktisch nur durch Ihre eigene Vorstellung begrenzt. Denn der MCP nutzt genau die Funktionen, die Sie als Redakteur oder Administrator selbst sehen und bedienen können. Jeder MCP-kompatible KI-Assistent erledigt diese Aufgaben.
Wie Sie darauf aufbauen können
Einzelne Prompts sind spannend und sparen schon viel Arbeit. Richtig interessant wird es aber bei echten Workflows statt einzelner Befehle. Workflows, die aus beliebigen Schritten bestehen.
Automatischer Content-Kurator
Verbinden Sie Ihren KI-Assistenten mit einem RSS-Feed oder einer Inhaltsquelle. Lassen Sie ihn kuratierte Inhalte entwerfen und nach einem festen Zeit- und Mengenplan veröffentlichen. Sie prüfen vor der Veröffentlichung, oder eben nicht. Ihre Entscheidung.
Moderations-Assistent
Richten Sie eine wiederkehrende Aufgabe in Claude ein: neue Kommentare der letzten 24 Stunden prüfen, auffällige Einträge markieren, Antwort-Entwürfe für Ihre Freigabe erstellen.
Analytics-Briefing
Jeden Montagmorgen ruft Ihr KI-Assistent die Engagement-Daten der Vorwoche ab und schickt eine Zusammenfassung in Ihren Slack-Kanal oder per E-Mail. Ein Dashboard müssen Sie dafür nicht öffnen.
Redaktioneller Publishing-Workflow
Redakteure fügen einen Beitrag in Claude ein. Der KI-Agent formatiert ihn, erstellt die Karte mit den richtigen Tags, weist sie dem richtigen Kanal zu und plant die Veröffentlichung nach Ihrem Redaktionsplan.
Es gibt (noch) Grenzen, die Sie kennen sollten
Beta heißt: v1. Das MCP-Toolset ist stabil und einsatzbereit. Die zugrunde liegende GraphQL-API ist vollständig stabil. Nur das MCP-Layer selbst entwickelt sich noch. Fehlerbehebungen spielen wir sofort ein, ein Reconnect ist dafür nicht nötig. Kommen neue Tools hinzu oder fallen welche weg, müssen Sie den Connector neu verbinden.
Berechtigungen gelten weiter. Der MCP kann nur das, was das verbundene Nutzerkonto darf. Kann Ihr Konto keinen Kanal löschen, kann es der KI-Agent auch nicht. Das ist kein Fehler, sondern Absicht.
Die Qualität der Ausgabe hängt an Ihren Anweisungen. „Schreib etwas über das Offsite“ liefert Mittelmaß. „Schreib eine 100-Wörter-Ankündigungskarte für das Q3-Offsite am 12.–13. September in Berlin, lockerer Ton, für die gesamte Belegschaft“ liefert etwas Verwendbares.
Ein Auth-Token entspricht einem Berechtigungsset. Wer verschiedenen Personen oder Agenten unterschiedliche Zugriffsrechte geben will, braucht separate Zugangsdaten. Diese erhalten Sie über support@tchop.io, einen Self-Service gibt es dafür noch nicht.
Einrichtung unter 10 Minuten
Sie brauchen drei Angaben von tchop: Ihre Org-URL (z. B. meinunternehmen.tchop.io), ein Auth-Token und eine API-Client-ID. Beides erhalten Sie per E-Mail an support@tchop.io. Behandeln Sie das Auth-Token wie ein Passwort, posten Sie es nicht in geteilte Slack-Kanäle oder Screenshots.
Claude Desktop: Einstellungen → Connectors → Benutzerdefinierten Connector hinzufügen → Remote-MCP-Server-URL auf https://mcp.tchop.live setzen → Org-URL und Auth-Token eingeben → Autorisieren.
Claude Code (Terminal):
claude mcp add --transport http tchop https://mcp.tchop.live --header "x-tchop-org-url: meinunternehmen.tchop.io" --header "x-tchop-auth-token: IHR_TOKEN" --header "x-tchop-api-client-id: IHRE_CLIENT_ID"
Cursor oder Windsurf: Tragen Sie einen tchop-Eintrag in Ihre MCP-Konfigurationsdatei ein, URL https://mcp.tchop.live, die drei Headers wie oben.
Vollständige Schritt-für-Schritt-Anleitungen für jeden Client finden Sie unter api.tchop.live.
Für wen ist das jetzt sinnvoll?
Kommunikationsverantwortliche und Community-Manager, die Claude oder einen anderen KI-Assistenten schon nutzen: Der MCP verkürzt den Weg von „Ich muss etwas verschicken“ bis „Es ist raus“ auf Sekunden.
Redakteure in Newsrooms, die über tchop-Apps publizieren: Der KI-Assistent übernimmt Formatierung und Zeitplanung, Sie konzentrieren sich auf den Inhalt.
Gründer und kleine Teams, die Marken-Communities betreiben: Leichte Automatisierungen aufbauen, für die Sie sonst einen Entwickler bräuchten.
Technische Nutzer, die tiefer einsteigen wollen: Dieselbe GraphQL-API treibt den MCP an. Eigene Agenten, tiefere Integrationen oder automatisierte Pipelines bauen Sie mit denselben Zugangsdaten.
Noch eine Sache
Der MCP-Server ist die Verbindungsschicht zwischen Ihren KI-Tools und allem, was tchop kann. Im Moment deckt er den Kern ab: Inhalte, Benachrichtigungen, Moderation, Analytics. Weitere Funktionen folgen zeitnah. Die Weiterentwicklung des MCP hat für uns hohe Priorität.
Wenn Sie etwas damit bauen wollen oder etwas vermissen, melden Sie sich jederzeit. Erfahrungen aus der Praxis bestimmen, was in v2 vorne steht. Über jedes Feedback, jede Idee und auch über ganz neue Vorschläge freuen wir uns.
Fragen: support@tchop.io. Vollständige API-Dokumentation und Operationsübersicht: api.tchop.live.
Häufige Fragen zum tchop MCP-Server
Muss ich Entwicklerkenntnisse haben, um den tchop MCP-Server zu nutzen?
Nein. Für die Einrichtung fügen Sie drei Zugangsdaten in die Einstellungen Ihres KI-Clients ein, kein Code nötig. Danach steuern Sie alles über Sprachanweisungen. Entwickler nutzen dieselben Operationen auch über die GraphQL-API.
Welche KI-Assistenten funktionieren mit dem tchop MCP-Server?
Jeder MCP-kompatible KI-Client. Aktuell sind das Claude Desktop, Claude Code, Cursor und Windsurf. Je weiter sich MCP verbreitet, desto mehr Clients werden automatisch kompatibel, ohne Anpassung Ihrerseits.
Sind meine Daten beim Einsatz des MCP sicher?
Ja. Der MCP arbeitet innerhalb des bestehenden Berechtigungsmodells von tchop. Der KI-Assistent kann nur das tun, was Ihr verbundenes Konto erlaubt. Ihre Daten bleiben in tchop. Das Auth-Token funktioniert wie ein Passwort und gehört nicht in fremde Hände.
Was ist der Unterschied zwischen dem MCP-Server und der tchop GraphQL-API?
Beide bieten dieselben Operationen und teilen dasselbe Berechtigungsmodell. Der MCP-Server ist für KI-Assistenten über natürliche Sprache ausgelegt. Die GraphQL-API richtet sich an Entwickler, die eigene Integrationen und automatisierte Pipelines programmatisch bauen.
Der MCP-Server ist in der Beta-Phase, was bedeutet das in der Praxis?
Das Kerntoolset ist stabil und produktiv einsetzbar. Die zugrunde liegende GraphQL-API ist vollständig stabil. „Beta“ heißt, dass das MCP-Layer noch angepasst werden kann. Fehlerbehebungen spielen wir sofort ein. Kommen Tools hinzu oder fallen welche weg, müssen Sie Ihren Client-Connector neu verbinden.