{"id":5138,"date":"2024-10-08T09:26:40","date_gmt":"2024-10-08T09:26:40","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.tchop.io\/?p=5138"},"modified":"2026-07-29T10:20:12","modified_gmt":"2026-07-29T10:20:12","slug":"worauf-es-bei-der-planung-der-eigenen-mitarbeiterapp-ankommt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.tchop.io\/de\/worauf-es-bei-der-planung-der-eigenen-mitarbeiterapp-ankommt\/","title":{"rendered":"Mitarbeiter-App planen: Die wichtigsten Fragen, bevor Sie starten"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wer eine Mitarbeiter-App einf\u00fchren m\u00f6chte, landet meist schnell bei der Rechercher potenzieller Software-Anbieter, vereinbart Demos und schaut sich Preisvergleiche an. Verst\u00e4ndlich \u2013 schlie\u00dflich muss irgendwann eine technische L\u00f6sung ausgew\u00e4hlt werden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Genau damit beginnen jedoch viele Projekte zu fr\u00fch. Denn bevor Sie beurteilen k\u00f6nnen, welche L\u00f6sung zu Ihrem Unternehmen passt, m\u00fcssen Sie wissen, welches Problem sie eigentlich l\u00f6sen soll. Was Ihre eigentlichen Ziele sind und wie &#8222;Erfolg&#8220; gemessen werden soll. Andernfalls vergleichen Sie Funktionen, ohne zu wissen, welche Sie tats\u00e4chlich ben\u00f6tigen. Das Ergebnis: Die Plattform \u00fcberzeugt im Demo-Termin, l\u00f6st sp\u00e4ter aber nicht die Herausforderungen, die im Arbeitsalltag wirklich relevant sind.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der h\u00e4ufigste Fehler liegt deshalb nicht in der Wahl des falschen Anbieters. Sondern darin, dass vor der ersten Demo kein klares Briefing existiert.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die folgenden f\u00fcnf Fragen sollten beantwortet sein, bevor Sie Angebote vergleichen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">1. Welches Problem soll die App l\u00f6sen?<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die wichtigste Frage wird oft erstaunlich sp\u00e4t gestellt: Welches Problem soll die Mitarbeiter-App eigentlich l\u00f6sen? Welche kommunikativen, welche strategischen Ziele werden verfolgt?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eWir wollen unsere Mitarbeitenden besser informieren&#8220; klingt zun\u00e4chst plausibel. Als Projektziel hilft dieser Satz jedoch kaum weiter. Daraus l\u00e4sst sich weder ableiten, welche Funktionen ben\u00f6tigt werden, noch woran sich der Erfolg sp\u00e4ter messen l\u00e4sst.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Vielleicht erreichen Unternehmensnachrichten die Mitarbeitenden in der Produktion kaum. Vielleicht dauert das Onboarding neuer Kolleginnen und Kollegen zu lange. Vielleicht werden Veranstaltungen noch \u00fcber E-Mail, Excel-Listen und Aush\u00e4nge organisiert. Oder HR-Prozesse sind unn\u00f6tig kompliziert. Ganz oft ist es auch eine Mischung aus verschiedenen Aspekten. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Erst wenn das eigentliche Problem klar benannt ist, l\u00e4sst sich entscheiden, welche Funktionen wirklich gebraucht werden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wer umgedreht versucht, Kommunikation, HR, Onboarding, Events, Wissensmanagement und <a href=\"https:\/\/blog.tchop.io\/de\/warum-social-media-ein-wettlauf-nach-unten-ist-und-wie-wir-das-aendern-koennen\/\">Community<\/a> auf einen Schlag abzudecken (obwohl es vorher nur ein klassisches Intranet gab), baut schnell eine App f\u00fcr alles \u2013 und erreicht am Ende wenig bis nichts.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Beginnen Sie lieber mit ein oder zwei klar definierten Anwendungsf\u00e4llen. Weitere Funktionen lassen sich sp\u00e4ter jederzeit erg\u00e4nzen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">2. Wen soll die App erreichen?<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nicht jede Mitarbeiter-App richtet sich an dieselben Mitarbeitenden. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein Unternehmen mit 800 B\u00fcroarbeitspl\u00e4tzen an einem Standort stellt kommunikativ andere Anforderungen als ein Produktionsbetrieb mit mehreren Werken, internationalen Standorten und tausenden Mitarbeitenden ohne festen Arbeitsplatz.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Gerade sogenannte Deskless Worker werden in Projekten h\u00e4ufig untersch\u00e4tzt. Sie besitzen oft keine Unternehmens-E-Mail-Adresse, nutzen private Smartphones und haben andere Erwartungen an Kommunikation als Mitarbeitende im B\u00fcro.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wer diese Zielgruppe erst nachtr\u00e4glich ber\u00fccksichtigt, muss h\u00e4ufig Login-Prozesse, Navigation und Kommunikationskonzept \u00fcberarbeiten. Deutlich einfacher ist es, diese Anforderungen von Anfang an mitzudenken.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auch Mehrsprachigkeit sollte fr\u00fch gekl\u00e4rt werden. Reichen automatische \u00dcbersetzungen? Ben\u00f6tigen einzelne Standorte eigene Inhalte? Oder wird zentral ver\u00f6ffentlicht und lokal erg\u00e4nzt?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Antworten beeinflussen nicht nur die sp\u00e4tere Redaktion bzw. die Content-Strategie, sondern oft auch die Auswahl der passenden Plattform.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">3. Welche Inhalte und Anwendungsf\u00e4lle geh\u00f6ren in die App<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Viele Unternehmen denken bei einer Mitarbeiter-App zun\u00e4chst an einen Newsfeed. Der ist wichtig \u2013 aber selten ausreichend.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Schon fr\u00fch sollte klar sein, welche Inhalte und auch welche Services die Plattform langfristig abbilden soll. Geht es ausschlie\u00dflich um Unternehmensnachrichten? Oder sollen sp\u00e4ter auch Veranstaltungen, Formulare, Wissensdatenbanken, Onboarding-Inhalte, Communities oder Chat-Funktionen hinzukommen?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Niemand muss zum Start s\u00e4mtliche Funktionen nutzen. Wer jedoch bereits wei\u00df, welche Anwendungsf\u00e4lle mittelfristig entstehen sollen, kann die Plattform von Anfang an entsprechend ausw\u00e4hlen und strukturieren.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ebenso wichtig ist die Frage nach der <a href=\"https:\/\/blog.tchop.io\/de\/wie-baut-man-eine-loyale-digitale-community-auf\/\">Interaktion<\/a>. Soll die App ein reiner Informationskanal sein? Oder sollen Mitarbeitende kommentieren, Fragen stellen, diskutieren oder Inhalte selbst ver\u00f6ffentlichen k\u00f6nnen?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Diese Entscheidung beeinflusst nicht nur die Funktionen der Plattform, sondern auch den sp\u00e4teren Moderations- und Redaktionsaufwand.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">4. Wer betreibt die App?<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Mit dem Launch ist das Projekt nicht abgeschlossen \u2013 im Gegenteil. Jetzt beginnt die eigentliche Arbeit.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Eine Mitarbeiter-App lebt von aktuellen Inhalten und einer verl\u00e4sslichen Betreuung. Deshalb sollte schon vor dem Start feststehen, wer regelm\u00e4\u00dfig Beitr\u00e4ge ver\u00f6ffentlicht, Fragen beantwortet, neue Nutzerinnen und Nutzer verwaltet, Diskussionen moderiert und bei technischen Problemen unterst\u00fctzt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bleiben diese Verantwortlichkeiten ungekl\u00e4rt, macht sich das oft schon nach wenigen Monaten bemerkbar: Inhalte erscheinen unregelm\u00e4\u00dfig, Fragen bleiben unbeantwortet und die Nutzung geht sp\u00fcrbar zur\u00fcck.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Es lohnt sich daher, Zust\u00e4ndigkeiten fr\u00fchzeitig festzulegen und in einem einfachen Governance-Konzept zu dokumentieren. Dabei geht es nicht darum, gro\u00dfe Redaktionsteams aufzubauen. Entscheidend ist vielmehr, dass klar geregelt ist, wer welche Aufgaben \u00fcbernimmt und wie die wichtigsten Prozesse im Alltag funktionieren.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Eine moderne Plattform kann viele Abl\u00e4ufe vereinfachen. Die Verantwortung f\u00fcr gute <a href=\"https:\/\/blog.tchop.io\/de\/wie-sich-das-3-kreise-modell-auf-die-interne-kommunikation-uebertragen-laesst\/\">interne Kommunikation<\/a> kann sie jedoch nicht \u00fcbernehmen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">5. Woran erkennen wir, dass das Projekt erfolgreich ist?<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ob eine Mitarbeiter-App erfolgreich ist, l\u00e4sst sich nicht allein an Installationszahlen oder \u00d6ffnungsraten ablesen. Diese Kennzahlen sind zwar hilfreich, sagen aber wenig dar\u00fcber aus, ob die App ihren eigentlichen Zweck erf\u00fcllt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Entscheidend ist deshalb immer die Frage: Wurde das Problem gel\u00f6st, das zur Einf\u00fchrung der App gef\u00fchrt hat?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Sollten beispielsweise Mitarbeitende in der Produktion besser erreicht werden, sollte genau diese Zielgruppe im Mittelpunkt der Erfolgsmessung stehen. Ging es darum, das Onboarding zu verbessern, ist entscheidend, wie viele neue Mitarbeitende die bereitgestellten Inhalte tats\u00e4chlich nutzen. War das Ziel, den Dialog im Unternehmen zu f\u00f6rdern, sind Kennzahlen wie Kommentare, Fragen oder die <a href=\"https:\/\/blog.tchop.io\/de\/warum-kleinere-communities-oft-groessere-wirkung-entfalten\/\">Beteiligung<\/a> an Umfragen oft aussagekr\u00e4ftiger als reine Reichweitenwerte.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Sinnvolle KPIs leiten sich daher immer aus den urspr\u00fcnglichen Projektzielen ab \u2013 nicht aus den Kennzahlen, die eine Software standardm\u00e4\u00dfig bereitstellt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wer diese Erfolgskriterien bereits vor dem Projekt definiert, kann sp\u00e4ter fundiert beurteilen, ob die Investition den gew\u00fcnschten Nutzen gebracht hat und wo weiterer Optimierungsbedarf besteht.<\/p>\n\n\n\n<h1 class=\"wp-block-heading\">Die richtige Plattform ist das Ergebnis \u2013 nicht der Anfang<\/h1>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Eine gute Mitarbeiter-App beginnt nicht mit einer Demo, sondern mit den richtigen Fragen. Diese zu beantworten ist nicht immer ganz leicht. Aber das Investment in die Kl\u00e4rung und die genaue Definition der Anforderungen, ist immer ein zentraler erste Schritt. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wenn Ziele, Zielgruppen, Inhalte, Verantwortlichkeiten und Erfolgskriterien gekl\u00e4rt sind, wird die Auswahl einer passenden Plattform deutlich einfacher. Ohne diese Vorarbeit vergleichen Sie Funktionen \u2013 statt L\u00f6sungen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Genau deshalb begleiten wir Unternehmen h\u00e4ufig bereits vor der eigentlichen Softwareauswahl. Denn die Qualit\u00e4t des Briefings entscheidet oft st\u00e4rker \u00fcber den Projekterfolg als die Plattform selbst.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wenn Sie aktuell eine Mitarbeiter-App planen oder ein bestehendes Projekt neu aufsetzen m\u00f6chten, sprechen Sie gerne mit uns. Gemeinsam kl\u00e4ren wir zun\u00e4chst die Anforderungen \u2013 und erst danach die Frage, welche L\u00f6sung am besten zu Ihrem Unternehmen passt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zu verstehen wie Nutzende heute Inhalte in Apps konsumieren ist entscheidend, um erfolgreich zu sein.<\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":4869,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[65,66,187,185,186,64],"tags":[],"coauthors":[191],"class_list":["post-5138","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-die-plattform","category-beste-praktiken","category-community","category-interne-kommunikation","category-nachrichten-medien","category-tchop-apps-de"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/blog.tchop.io\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/5138","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/blog.tchop.io\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/blog.tchop.io\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.tchop.io\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.tchop.io\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=5138"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/blog.tchop.io\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/5138\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":6426,"href":"https:\/\/blog.tchop.io\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/5138\/revisions\/6426"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.tchop.io\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/4869"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/blog.tchop.io\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=5138"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.tchop.io\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=5138"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.tchop.io\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=5138"},{"taxonomy":"author","embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.tchop.io\/de\/wp-json\/wp\/v2\/coauthors?post=5138"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}