{"id":3982,"date":"2021-05-25T15:19:30","date_gmt":"2021-05-25T15:19:30","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.tchop.io\/?p=3982"},"modified":"2024-08-19T06:17:09","modified_gmt":"2024-08-19T06:17:09","slug":"warum-sich-slack-und-discord-nicht-fuer-den-aufbau-einer-eigenen-community-eignen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.tchop.io\/de\/warum-sich-slack-und-discord-nicht-fuer-den-aufbau-einer-eigenen-community-eignen\/","title":{"rendered":"Warum sich Slack und Discord nicht f\u00fcr den Aufbau einer eigenen Community eignen"},"content":{"rendered":"\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"717\" src=\"https:\/\/blog.tchop.io\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/smartmockups_kli1w5qm-1024x717.jpg\" loading=\"lazy\" alt=\"User holding iPhone\" class=\"wp-image-3627\" srcset=\"https:\/\/blog.tchop.io\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/smartmockups_kli1w5qm-1024x717.jpg 1024w, https:\/\/blog.tchop.io\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/smartmockups_kli1w5qm-800x560.jpg 800w, https:\/\/blog.tchop.io\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/smartmockups_kli1w5qm-300x210.jpg 300w, https:\/\/blog.tchop.io\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/smartmockups_kli1w5qm-768x538.jpg 768w, https:\/\/blog.tchop.io\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/smartmockups_kli1w5qm-1536x1075.jpg 1536w, https:\/\/blog.tchop.io\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/smartmockups_kli1w5qm-2048x1434.jpg 2048w, https:\/\/blog.tchop.io\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/smartmockups_kli1w5qm-1100x770.jpg 1100w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Online-Communities sind in aller Munde &#8211; ganz gleich ob aus Sicht von Medien, Marken, <a href=\"https:\/\/blog.tchop.io\/de\/100-ideen-fuer-den-aufbau-einer-eigenen-community\/\">Marketing<\/a> oder nat\u00fcrlich der Start Up und Creator Szene. Eine treue Nutzerschaft rund um die eigenen Inhalte, Botschaften oder Produkte zu schaffen, wird immer mehr zum Schl\u00fcssel f\u00fcr nachhaltige Ums\u00e4tze, Werbe- oder Abo-Einnahmen oder auch f\u00fcr sonstige, innovative Gesch\u00e4ftsmodelle. Wer eine Plattform f\u00fcr seine Zielgruppe schafft, muss sich Kontakte nicht permanent teuer durch &#8222;Paid Media&#8220; erkaufen. Wer es dabei schafft, die eigene <a href=\"https:\/\/blog.tchop.io\/de\/warum-social-media-ein-wettlauf-nach-unten-ist-und-wie-wir-das-aendern-koennen\/\">Community<\/a> miteinander zu vernetzen, bietet auch Mehrwerte, die weit \u00fcber die eigenen &#8222;Assets&#8220; hinausgehen. <\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Schnell und kostenlos starten<\/h3>\n\n\n\n<p>Als schnelle, kostenlose Option f\u00fcr den Aufbau einer eigenen Community sind heute vor allem zwei Tools popul\u00e4r, wobei beide von unterschiedlichen Ans\u00e4tzen kommen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Discord<\/strong>&nbsp;ist ein Online Service&nbsp;f\u00fcr Chat-, Video- und Sprachnachrichten&nbsp;, der urspr\u00fcnglich f\u00fcr Gamer geschaffen wurde,&nbsp;inzwischen aber auch vermehrt f\u00fcr andere Bereiche genutzt wird. Das Programm kann als&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Webanwendung\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Webanwendung<\/a>&nbsp;oder mit eigener&nbsp;Client-Software auf allen g\u00e4ngigen Betriebssystemen genutzt werden. Besonders in jungen Zielgruppen erfreut sich die Plattform durch den Games-Hintergrund gro\u00dfer Beliebtheit. <\/p>\n\n\n\n<p>Auf der anderen Seite steht <strong>Slack<\/strong>, welches sich von den Funktionen und auch vom Aufbau her, gar nicht wirklich gro\u00df von Discord unterscheidet. Allerdings richtet sich Slack als Workspace-Collaboration-Tool in erster Linie an kleine Teams und Unternehmen. Die Idee von Slack: Email als internes Tool durch eine Chat-Plattform zu ersetzen. Slack erfreut sich dementsprechend gro\u00dfer Beliebtheit in der Medien- und Startup Branche. <\/p>\n\n\n\n<p>Beide Tools \u00e4hneln sich aus Sicht der meisten Nutzer*innen auf den ersten Blick. Betrachtet man Herkunft, Ziel und Anwendungsgebiet, gibt es jedoch wichtige Unterschiede. Und diese sind besonders f\u00fcr alle, die eine der beiden Plattformen f\u00fcr den Aufbau einer eigenen Community nutzen wollen, wichtig. <\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Kostenlos f\u00fcr immer? <\/h3>\n\n\n\n<p>Ohne Zweifel setzen beide Plattformen in Sachen Chat- und Echtzeitkommunikation neue Ma\u00dfst\u00e4be. Viele Millionen Nutzer*innen verwenden die Dienste jeden Tag. Wer mit der eigenen Community auf die Tools als Verl\u00e4ngerung der eigenen Website, des eigenen Blogs oder Newsletters setzt, muss sich aber \u00fcber einige Dinge im Klaren sein.<\/p>\n\n\n\n<p>Beide Plattformen bieten kostenlose Einstiegsm\u00f6glichkeiten. Die erste H\u00fcrde ist gering. Allerdings stecken hinter beiden Anbietern letztlich auch gewinnorientierte Unternehmen, deren Ziel ist es m\u00f6glichst viele Nutzer*innen in einen &#8222;Paid Plan&#8220; zu \u00fcberf\u00fchren. Bei Slack ist dies besonders auff\u00e4llig, denn auf einem kostenlosen Plan wird die Arbeit immer schwieriger. F\u00fcr viele Communities aber sind die Kosten, die sich jenseits der 5 EUR pro Nutzer*in und Monat bewegen, meist viel zu teuer. Im Bereich der Unternehmenssoftware, mag dies ein marktgerechter Preis sein (unsere Slack Community nutzt auch einen solchen Plan), f\u00fcr viele Communities sind ist dieser Preis allerdings keine Option. <\/p>\n\n\n\n<p>Dabei ist zu bedenken, dass Slack vor kurzem an Salesforce verkauft wurde. Es ist damit zu rechnen, dass der Druck in Richtung bezahlter Produkte und Pl\u00e4ne im Wettbewerb mit Teams noch steigen und der Fokus auf Enterprise-Features noch st\u00e4rker wird. Auch Discord befand sich vor kurzem noch im Verkaufsgespr\u00e4chen mit Microsoft. Es ist also gut m\u00f6glich, dass das Unternehmen sich zeitnah ebenfalls einem der gro\u00dfen Tech Player anschliesst.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Community als Nebenprodukt<\/h3>\n\n\n\n<p>Dies f\u00fchrt letztlich zum gr\u00f6\u00dften Problem hinter beiden Tools, denn die Verwendung f\u00fcr Online-Communities ist bei beiden eher ein &#8222;Abfallprodukt&#8220;. Discord ist und war ein Tool f\u00fcr junge Zielgruppen bzw. Gamer und Slack ist ein Tool f\u00fcr Unternehmen. Es ist nicht zu erkennen, dass sich beide Unternehmen von diesem Fokus l\u00f6sen, im Gegenteil. <\/p>\n\n\n\n<p>Es gibt bei bedien Plattformen keine M\u00f6glichkeiten auf die Entwicklungsroadmap Einfluss zu nehmen. Auch die M\u00f6glichkeiten der Anpassung an die eigenen Bed\u00fcrfnisse ist eher gering bzw. schlicht nicht f\u00fcr den Anwendungsfall der Online-Community geschaffen. Die eigene Marke, das eigene Design und Look &amp; Feel treten kaum in Erscheinung, denn man ist letztlich nur ein Kanal oder Team auf der Plattform. Man kann zwar die mobilen Apps von Slack oder Discord nutzen, aber auch da tritt die eigene Marke kaum in Erscheinung. Push Meldungen erh\u00e4lt man dann eben von Slack oder Discord, aber nicht vom eigenen Absender. Daran wird sich auf absehbare Zeit auch nichts \u00e4ndern. <\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Eine Community ist mehr als ein Chat<\/h3>\n\n\n\n<p>Das Feature Set von beiden Plattformen ist riesig &#8211; keine Frage. Aber im Kern sind beide Anwendungen eben Chat- und Kommunikationssoftware. Es gibt keine M\u00f6glichkeiten wie in Sozialen Netzwerken Inhalte in einem eigenen Feed mit Kommentaren und sonstigen Features zu kuratieren und zus\u00e4tzlich zum Chat zu pr\u00e4sentieren, denn beide Tools sind eben ein CHAT! <\/p>\n\n\n\n<p>Dies hat konzeptionell und inhaltlich eine Menge Nachteile. Oftmals zeigt sich, dass ein Chat als Kern einer Community zwar zu Beginn funktioniert, aber mit zunehmender Dauer, mehr Nutzer*innen und vor allem auch mehr Inhalten es immer un\u00fcbersichtlicher wird. Facebook, LinkedIn und Co. zeichnen sich vor allem durch einen attraktiven <a href=\"https:\/\/blog.tchop.io\/de\/10-entwicklungen-nachrichtenjournalismus-2026\/\">News<\/a> Feed aus &#8211; in diesem finden Nutzer*innen eben nicht nur Nachrichten, sondern auch Inhalte und Posts von anderen Nutzern*innen. Rund um diese Inhalte entstehen oft erst spannende Diskussionen, in den Kommentaren tauscht man sich untereinander aus. Networking ist mehr als nur Messaging. Slack und Discord sind aber eben reine Messaging-Plattformen.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Unterentwickelte Moderation und Privatsph\u00e4re<\/h3>\n\n\n\n<p>Gruppen und Communities leben &#8211; besonders wenn sie gr\u00f6\u00dfer und aktiver werden &#8211; immer auch von einer guten Moderation. Auch hier bieten beide Plattformen nur wenige M\u00f6glichkeiten einzugreifen bzw. im Sinne klassischer Sozialer Netzwerke als Administrator zu agieren. Bei Slack beispielsweise wird nicht wirklich deutlich, wer Moderator bzw. Administrator ist. In einem kleinen unternehmensinternen Team mag das sogar sinnvoll sein. In einer Community ist es in der Regel hilfreich, wenn Regeln existieren und diese auch klar durchgesetzt werden. <\/p>\n\n\n\n<p>Auch die M\u00f6glichkeiten Missbrauch zu melden sind beschr\u00e4nkt. Nutzer*innen k\u00f6nnen nur ganz entfernt werden und das moderieren von Inhalten ist teilweise komplex und schwierig. <\/p>\n\n\n\n<p>Und auch beim Thema &#8222;Privatsph\u00e4re&#8220; haben die Dienste manchmal Nachteile.  Administratoren in Slack k\u00f6nnen nicht auf Direktnachrichten anderer Nutzer*innen zugreifen. Die Einstellungen der Berechtigungen und Rollen sind komplex, weil die Tools prinzipiell auf ein sehr gleichberechtigtes System ausgelegt sind. <\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Zusammenfassung<\/h3>\n\n\n\n<p>Slack und Discord sind fantastische Messaging-Plattformen, die sich steigender Popularit\u00e4t erfreuen. Als unabh\u00e4ngige, eigenst\u00e4ndige Community-Tools sind beide jedoch nur eingeschr\u00e4nkt zu empfehlen. Der Fokus liegt bei beiden Anbietern auf anderen Anwendungsf\u00e4llen und auch dem Vergleich mit dem Feature Set von Facebook Gruppen oder Sozialen Netzwerken, halten beide nicht wirklich stand.<\/p>\n\n\n\n<p>Beide Tools k\u00f6nnen eine spannende Erg\u00e4nzung zur eigenen Plattform, Website oder zu den eigenen Medien sein. Wir bieten nicht ohne Grund eine eigene Slack Integration, die das posten von Inhalen in die eigene App direkt aus Slack zum Kinderspiel macht (mehr Infos \u00fcbrigens dazu <a href=\"https:\/\/blog.tchop.io\/de\/so-machen-sie-aus-slack-ein-publishing-tool-fur-ihre-eigene-news-app\/\">hier<\/a>). Aber zur eigenen Community braucht es mehr als eine Messaging-Plattform. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Online-Communities sind in aller Munde &#8211; ganz gleich ob aus Sicht von Medien, Marken, Marketing oder nat\u00fcrlich der Start Up und Creator Szene. 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