{"id":3269,"date":"2020-05-26T09:21:57","date_gmt":"2020-05-26T09:21:57","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.tchop.io\/?p=3269"},"modified":"2025-04-22T11:20:07","modified_gmt":"2025-04-22T11:20:07","slug":"wie-die-erfolgreichsten-consumer-apps-ihre-ersten-1-000-nutzer-gewonnen-haben","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.tchop.io\/de\/wie-die-erfolgreichsten-consumer-apps-ihre-ersten-1-000-nutzer-gewonnen-haben\/","title":{"rendered":"Wie die erfolgreichsten Consumer Apps ihre ersten 1.000 Nutzer gewonnen haben"},"content":{"rendered":"\n<p>Die Frage wie man f\u00fcr die eigene, neue App schnell und effizient die ersten 1.000 Nutzer gewinnt, umtreibt jeden der eine App f\u00fcr Konsumenten im App Store ver\u00f6ffentlichen will. Es gibt zwar viele Posts und Empfehlungen zu verschiedenen Themen des App Store Marketings, zu Detailfragen des Onboardings oder auch des allgemeinen Brandings, aber welche Produktstrategien hier am erfolgreichsten sind ist erstaunlich wenig dokumentiert. <\/p>\n\n\n\n<p>Dieser Blog Post ist inspiriert von und in Teilen \u00fcbernommen aus einem spannenden englischsprachigen <a href=\"https:\/\/www.lennyrachitsky.com\/p\/how-the-biggest-consumer-apps-got?fbclid=IwAR1Vk8r6lPiimI6AwO5jAGt5ngG3DixGz2FVmz5uLOilACGQ_fGrNkvfmsA&amp;utm_content=buffer1b9dc&amp;utm_medium=social&amp;utm_source=twitter.com&amp;utm_campaign=buffer\" class=\"aioseop-link\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Blog Post<\/a> von Lenny Rachitsky. Er hat gezielt recherchiert, sich mit erfolgreichen Gr\u00fcndern und Marketingmanagern ausgetauscht und daraus einige Erfolgskriterien abgeleitet. Zu den Apps, die er dabei genauer unter die Lupe genommen hat, z\u00e4hlen u.a. Tinder, Uber, Superhuman, TikTok, Product Hunt und Netflix. Keine schlechte Auswahl wie wir finden. <\/p>\n\n\n\n<p>Dabei wird deutlich, dass insgesamt sieben verschiedene Strategien f\u00fcr den erfolgreichen Launch fast aller Apps verantwortlich sind. Die meisten Apps haben sich dabei auf eine der Strategien fokussiert, nur einige haben verschiedene kombiniert.<\/p>\n\n\n\n<p>Weniger \u00fcberraschend: bei allen Strategien ist es entscheidend, sich fr\u00fch und intensiv mit der eigenen Zielgruppe zu besch\u00e4ftigen und diese sehr klar abzugrenzen und zu definieren.<\/p>\n\n\n\n<p>Wichtig: Bei der Betrachtung geht es ganz bewusst, um den Gewinn der ersten 1.000 treuen, wiederkehrenden Nutzer. Wachstumsstrategien, die es braucht um daraus 10.000 zu machen sehen anders aus und sollen hier nicht behandelt werden. <\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn.substack.com\/image\/fetch\/w_1456,c_limit,f_auto,q_auto:good\/https%3A%2F%2Fbucketeer-e05bbc84-baa3-437e-9518-adb32be77984.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2Ff1d94cc3-03fb-4b32-b2f2-ef5146b70615_3000x1687.png\" loading=\"lazy\" alt=\"\"\/><\/figure>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">1. Die eigene Zielgruppe offline treffen<\/h3>\n\n\n\n<p>Um die eigene App bekannt zu machen sind viele erfolgreiche Anbieter zu Beginn ganz klassisch, physisch dahingegangen wo man die eigene Zielgruppe besonders gut trifft. An Orten an denen sich die Zielgruppe rund um die eigene Leidenschaft, rund um die eigenen Interessen zusammen findet oder aufgrund Ihrer Profession ohnehin arbeitet, studiert, verkauft oder kommuniziert. Tinder beispielsweise ist (genau wie Facebook \u00fcbrigens) durch seinen Location-based-Service vor allem auf studentischen Campussen unterwegs gewesen. Studenten fanden es spannend so schnell mit anderen Singles in Kontakt zu kommen. Der Nutzen war auf diesem begrenzten &#8222;Markt&#8220; schnell verst\u00e4ndlich.<\/p>\n\n\n\n<p>Lyft und Uber habe Ihre Ride-Services zu erst gezielt an Start Ups kommuniziert, sowohl \u00fcber direkte Ansprache als auch \u00fcber lokale Aktionen in Vierteln in denen viele Start Ups sitzen. Evan Spiegel von Snapchat hat seine App, in den Anfangstagen selbst in Shopping Malls Leuten vorgestellt und so wichtiges Feedback gesammelt. Nextdoor hat sich ganz bestimmte Nachbarschaften zum Rollout ausgesucht, Etsy hat sich zuerst auf lokalen Kreativmessen vorgestellt und Pinterest hat das eigene Angebot mit Guerilla Aktionen in Apple Stores einer ersten Zielgruppe bekannt gemacht. <\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><a href=\"https:\/\/tchop.io\/resources\/library\/user-needs-model-for-internal-communications\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"950\" height=\"287\" src=\"https:\/\/blog.tchop.io\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/User-Needs-Model-for-Internal-Communications-CTA.png\" loading=\"lazy\" alt=\"\" class=\"wp-image-5666\" srcset=\"https:\/\/blog.tchop.io\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/User-Needs-Model-for-Internal-Communications-CTA.png 950w, https:\/\/blog.tchop.io\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/User-Needs-Model-for-Internal-Communications-CTA-300x91.png 300w, https:\/\/blog.tchop.io\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/User-Needs-Model-for-Internal-Communications-CTA-768x232.png 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 950px) 100vw, 950px\" \/><\/a><\/figure>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">2. Die eigene Zielgruppe online treffen<\/h3>\n\n\n\n<p>Die Grundsatzfrage, die man sich beim Launch einer neuen App immer stellt: Wie sieht die absolute Kernzielgruppe aus und wo bzw. wann trifft man diese Gruppe aktuell online? Dies kann bspw. eine bestimmte Online-Community sein. Dropbox hat sein Angebot damals mit einem kurzen Video auf <a href=\"https:\/\/news.ycombinator.com\/\" class=\"aioseop-link\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Hacker News<\/a> beworben, einer Website f\u00fcr Entwickler und Technik-Nerds. Loom, das erfolgreiche Video-Tool hat sich zu Beginn voll auf einen erfolgreichen Start bei <a href=\"http:\/\/producthunt.com\" class=\"aioseop-link\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Producthunt<\/a> fokussiert. Mit Erfolg &#8211; denn schnell waren so die ersten 3.000 Nutzer zusammen.<\/p>\n\n\n\n<p>Das eigene Start Up mittels bestehender Online-Communities bewerben, hat auch Netflix in den fr\u00fchen Tagen genutzt. Als DVD Leih-Service hat sich Netflix zu Beginn vor allem an &#8222;Hardcore&#8220; Film- und Serienfreaks gerichtet, die man in speziellen User Groups, Bulletin Boards und Web Foren ansprechen konnte. Oft spielt dabei auch klassisches Content <a href=\"https:\/\/blog.tchop.io\/de\/100-ideen-fuer-den-aufbau-einer-eigenen-community\/\">Marketing<\/a> eine Rolle. Leo Widrich, Gr\u00fcnder des f\u00fchrenden Social Media Tools Buffer hat mehr als 150 Posts f\u00fcr verschiedene Branchen-Blogs geschrieben und so Schritt f\u00fcr Schritt Interesse f\u00fcr sein Tool aufgebaut. <\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">3. Einladung von Freunden<\/h3>\n\n\n\n<p>Von einem Freund zu einer neuen App oder <a href=\"https:\/\/blog.tchop.io\/de\/wie-baut-man-eine-loyale-digitale-community-auf\/\">Community<\/a> eingeladen zu werden, ist meist kein schlechter Einstieg. In der Regel schauen sich Nutzer ein solche Angebote zumindest mal genauer an. Oft ist dies auch in einer fr\u00fchen Phase einer Beta-Version mit einer gewissen Exklusivit\u00e4t verbunden. Wer stellt seinen Freunden nicht gern die n\u00e4chste spannende App vor?!<\/p>\n\n\n\n<p>Apps wie Lyft oder Pinterest, Plattformen wie Yelp oder Quora und auch Facebook haben sich am Anfang \u00fcber eine einfache virale Word-of-Mouth Mechanik verbreitet. Oft war die M\u00f6glichkeit Nutzer einzuladen zentraler Teil des &#8222;User Flows&#8220;. Dabei haben &#8222;soziale&#8220; Apps, die einen Mehrwert durch die Verbindung zwischen Nutzern schaffen (via Chat, Kommentar, User-Generated Content) einen klaren Vorteil. Sie bieten viel Potenzial, dass Nutzer selbst zu kostenlosen Werbetr\u00e4gern werden. <\/p>\n\n\n\n<p>Das Prinzip funktioniert \u00fcbrigens genauso gut im Bereich B2B: Slack und LinkedIn haben am Anfang auf die Verbreitung des eigenen Produkts im Bekannten- und Freundeskreis gesetzt. <\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>We begged and cajoled our friends&nbsp;at other companies to try it out and give us feedback. We had maybe six to ten companies to start with that we found this way.<\/p>\n<cite><a href=\"https:\/\/firstround.com\/review\/From-0-to-1B-Slacks-Founder-Shares-Their-Epic-Launch-Strategy\/\" class=\"aioseop-link\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Stewart Butterfield<\/a>, Founder Slack<\/cite><\/blockquote>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">4. FOMO, um Aufmerksamkeit und Neugier zu wecken<\/h3>\n\n\n\n<p>Ein besonders effektiver Markteintritt gelingt vielen Apps durch k\u00fcnstliche Verknappung. Dies ist ein altes, aber bew\u00e4hrtes Prinzip <a href=\"https:\/\/blog.tchop.io\/de\/was-menschen-zurueckkehren-laesst-wenn-niemand-sie-dazu-auffordert\/\">Aufmerksamkeit<\/a> und Neugier zu wecken. <\/p>\n\n\n\n<p>Um dieses glaubw\u00fcrdig nutzen zu k\u00f6nnen, sollte man sich zu Beginn drei Fragen stellen (oder vielleicht noch besser: sein Produkt ganz bewusst in diesem Sinne konzipieren):<\/p>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\">\n<li>Basiert das Produkt mindestens zum Teil auch auf nutzergenerierten Inhalten? Dann ist es wichtig, dass die ersten Nutzer, die Inhalte kuratieren f\u00fcr einen attraktiven Content-Stream sorgen.<\/li>\n\n\n\n<li>Verf\u00fcgt man \u00fcber ein Neugierig machendes, kommunikativ starkes Leistungsversprechen? Denn nur wenn man hier viel zu bieten hat, macht bspw. so etwas wie eine Warteliste Sinn.<\/li>\n\n\n\n<li>Gibt es einen viralen Effekt dahingehend, dass bestehende Nutzer weitere Nutzer bzw. Freunde einladen w\u00fcrden? Und wenn ja, wie w\u00fcrde dies die Attraktivit\u00e4t f\u00fcr die Nutzer konkret steigern? Warum sollten die Nutzer das machen?<\/li>\n<\/ol>\n\n\n\n<p>Ein beeindruckendes Beispiel ist die gerade angesagte App Clubhouse. Diese gibt es bislang nicht im App Store, sie wurde nur \u00fcber einen iOS Testflight Link verbreitet. Dabei haben die Macher laut <a href=\"https:\/\/twitter.com\/toddg777\/status\/1252333336485195776\" class=\"aioseop-link\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Todd Goldberg<\/a> auf vier Dinge besonders Wert gelegt:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Attraktiver, handverlesener Nutzerkreis (Invite-only)<\/li>\n\n\n\n<li>Absolute Exklusivit\u00e4t (erzeugt Fear-Of-Missing-Out), nur wenige Nutzer haben Zugang bekommen<\/li>\n\n\n\n<li>Schnelles Iterieren mit neuen Versionen, Verbesserungen und Features (vorbei am tr\u00e4gen App Store Freigabe Prozess)<\/li>\n\n\n\n<li>Top Referenzen der bekannten Nutzer \u00fcber Twitter und andere <a href=\"https:\/\/blog.tchop.io\/de\/warum-social-media-ein-wettlauf-nach-unten-ist-und-wie-wir-das-aendern-koennen\/\">Soziale Medien<\/a><\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p>Die virale Verbreitung \u00fcber bestehende Netzwerke war bspw. auch der Schl\u00fcssel zum erfolgreichen Launch von Instagram. Gezielt haben sich die Gr\u00fcnder damals Twitter-Influencer mit einer gro\u00dfen Follower-Zahl und einer Affinit\u00e4t zu Fotografie und Design an Bord geholt. <\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>And because they shared to Twitter, it created this tension, of like \u201cWhen is this thing launching, when do I get to play with it?\u201d and that\u2019s the day when we actually launched, it had that springboard affect.<\/p>\n<cite><a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=N-C0wApn1vI&amp;feature=emb_logo\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Kevin Systrom<\/a>&nbsp;(Instagram)<\/cite><\/blockquote>\n\n\n\n<p>Auch das heute noch erfolgreiche Social Network Pinterest war zun\u00e4chst einmal ein &#8222;Invite-Only&#8220; Angebot, welches sich gezielt an design-affine Blogger gerichtet hat. Genauso Spotify &#8211; Mitglied werden konnte man nur per Einladung.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein Gradmesser f\u00fcr das Interesse am eigenen Leistungsversprechen, ist dabei oft die Warteliste. Um so l\u00e4nger und gr\u00f6\u00dfer diese ist, desto spannender wird das Angebot erwartet. <\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn.substack.com\/image\/fetch\/w_1456,c_limit,f_auto,q_auto:good\/https%3A%2F%2Fbucketeer-e05bbc84-baa3-437e-9518-adb32be77984.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2Ff335e676-762c-4149-b547-a5917c070dde_635x300.jpeg\" loading=\"lazy\" alt=\"Meet Mailbox, the app with an 800,000 strong waiting list ...\"\/><\/figure>\n\n\n\n<p>Mailbox, die Email App f\u00fcr\u00b4s iPhone hatte damals eine Warteliste mit ungef\u00e4hr 700.000 Nutzern, die Zugang zur Beta-Version wollten. Dabei gab es erstmal nicht mehr als eine einfache Website. Auch andere zur Zeit &#8222;gehypte&#8220; Start Ups wie Superhuman oder Robinhood haben mit einem starken Leistungsversprechen schon vor dem eigentlichen Launch viele treue Nutzer um sich versammelt (und damit verbunden oft auch viel Venture Capital).<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><a href=\"https:\/\/tchop.io\/resources\/library\/user-needs-model-for-internal-communications\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"950\" height=\"287\" src=\"https:\/\/blog.tchop.io\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/User-Needs-Model-for-Internal-Communications-CTA.png\" loading=\"lazy\" alt=\"\" class=\"wp-image-5666\" srcset=\"https:\/\/blog.tchop.io\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/User-Needs-Model-for-Internal-Communications-CTA.png 950w, https:\/\/blog.tchop.io\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/User-Needs-Model-for-Internal-Communications-CTA-300x91.png 300w, https:\/\/blog.tchop.io\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/User-Needs-Model-for-Internal-Communications-CTA-768x232.png 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 950px) 100vw, 950px\" \/><\/a><\/figure>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">5. Influencer als Multiplikatoren<\/h3>\n\n\n\n<p>Die richtigen Influencer dazu zu bringen \u00fcber das eigene Angebot zu sprechen, dieses ins Gespr\u00e4ch zu bringen, kann versehen mit dem richtigen Timing im wahrsten Sinne des Wortes Gold wert sein und mehr f\u00fcr die eigene Reichweite tun als eine bezahlte Werbekampagne.<\/p>\n\n\n\n<p>In die Auswahl und die  pers\u00f6nliche Ansprache der passenden Influencer investieren viele Gr\u00fcnder daher zu Beginn viel Zeit. Ein <a href=\"http:\/\/gigaom.com\/2006\/07\/15\/valleys-all-twttr\/\" class=\"aioseop-link\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Artikel<\/a> von Om Malik im Jahr 2006 hat ma\u00dfgeblich zum damaligen Hype um Twitter beigetragen. Dabei geht es weniger um die Quantit\u00e4t, also die Qualit\u00e4t der Nutzer. Und nat\u00fcrlich um den ersten Eindruck des Produkts selbst. Nur wer schnell Eindruck hinterl\u00e4sst, kann auch auf einen viralen Effekt hoffen.<\/p>\n\n\n\n<p>Noch heute raunt man im Silicon Valley, dass niemand sonst als Jack Dorsey, der Twitter Gr\u00fcnder und CEO, der beste &#8222;Verk\u00e4ufer&#8220; f\u00fcr Instagram war. Er war so angetan von der neuen App, dass er sie sogar einem eigenen Investment (einer \u00e4hnlichen App namens &#8222;Burbn&#8220;) vorgezogen hat. Als Instagram dann offiziell erschien, war die App direkt Nummer 1 in den Apple App Store Download-Charts. <\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn.substack.com\/image\/fetch\/w_1456,c_limit,f_auto,q_auto:good\/https%3A%2F%2Fbucketeer-e05bbc84-baa3-437e-9518-adb32be77984.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2F80b2cfb6-32d2-4202-8689-4918ad7fce63_596x318.png\" loading=\"lazy\" alt=\"\"\/><\/figure>\n\n\n\n<p>Die Ansprache der Influencer kann man ideal mit einem guten, ersten Artikel in einem f\u00fchrenden Blog verkn\u00fcpfen. Producthunt hat mit der ersten Presse in Blogs wie FastCo oder PandoDaily f\u00fchrende K\u00f6pfe per Email angeschrieben und bekam so viel kostenlosen Support. <\/p>\n\n\n\n<p>Dies bringt uns zum n\u00e4chsten Punkt.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">6. Gute Presse<\/h3>\n\n\n\n<p>Jeder w\u00fcnscht sich zum Start viel gute Presse, d.h. Artikel in f\u00fchrenden <a href=\"https:\/\/blog.tchop.io\/de\/10-entwicklungen-nachrichtenjournalismus-2026\/\">Medien<\/a>, die erstens positiv sind und zweitens eine relevante Reichweite in der eigenen Zielgruppe generieren. Dabei ist die Planung des eigenen &#8222;Pitches&#8220; der wichtigste, erste Schritt. Nur ein attraktiver Pitch schafft es in die richtigen Medien und erzeugt Resonanz bei f\u00fchrenden Journalisten.<\/p>\n\n\n\n<p>Dabei spielt immer auch das richtige Timing eine Rolle. Die neue Email-App Superhuman bspw. hat sich in dem Moment pr\u00e4sentiert als eine andere gehypte Email App (die oben erw\u00e4hnte App Mailbox) gerade eingestellt wurde. Das Timing war perfekt und das Presseecho gross.<\/p>\n\n\n\n<p>Auch das Gr\u00fcnderteam selbst ist immer ein wichtiges Thema. Slack bspw. hat dies geschickt genutzt und sich vor allem auch \u00fcber klassische Medien zu Beginn verbreitet. <\/p>\n\n\n\n<p>Eine gute Story ist der Schl\u00fcssel zu guter PR.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">7. Der Aufbau einer eigenen Community<\/h3>\n\n\n\n<p>Eine engagierte Community rund um das eigene Produkt bzw. die eigene App, ist aus verschiedenen Gr\u00fcnden viel Wert. Man bekommt schnelles, ehrliches und gutes Feedback von Nutzern, welches gerade zu Beginn unglaublich wichtig ist. Und man kann die Community &#8211; wie oben beschrieben &#8211; selbst zur Influencer-Kommunikation in Sozialen Medien oder sogar als direkten Vertriebskanal zum Einladen weiterer Nutzer nutzen. <\/p>\n\n\n\n<p>Auch hier gilt zu Beginn: was z\u00e4hlt ist weniger die Quantit\u00e4t als die Qualit\u00e4t. Eine kleine, attraktive Community zieht schnell weitere Nutzer an. Ein gro\u00dfer, aber wenig engagierter Nutzerkreis, hat dagegen kaum einen viralen Effekt.<\/p>\n\n\n\n<p>Producthunt war zu Beginn eine einfache Mailing-Liste. Als die erste Beta-Version fertig war, haben die Nutzer der Liste exklusiven Zugang bekommen und konnte das Ganze testen. Durch Zugang zu einer vielversprechenden Beta-Version f\u00fchlen sich viele Nutzer &#8222;gebauchpinselt&#8220;. Gerne gibt man Feedback, wenn man zum ersten Kreis exklusiver Nutzer z\u00e4hlt. <\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Zusammenfassung<\/h3>\n\n\n\n<p>Im Rahmen der Strategieentwicklung zur Einf\u00fchrung einer eigenen Consumer App kann man sich gut an folgenden Fragen orientieren:<\/p>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\">\n<li>Welche Zielgruppe spricht man damit genau an &#8211; und wo trifft man diese offline?<\/li>\n\n\n\n<li>Wie sehen die Early User des Angebots aus und wo trifft man diese online?<\/li>\n\n\n\n<li>Verf\u00fcgt man \u00fcber ein eigenes Netzwerk bzw. einen eigenen Freundeskreis, der sich f\u00fcr die App interessieren k\u00f6nnte? Wenn ja, wie und wann kann man diese einladen und involvieren?<\/li>\n\n\n\n<li>Lebt die App auch von nutzergenerierten Inhalten und Beitr\u00e4gen?! Wenn ja, wie kann man sicherstellen, dass diese zu Beginn relevant und interessant sind f\u00fcr weitere Nutzer?<\/li>\n\n\n\n<li>Wie stark ist das eigene Leistungsversprechen? Wenn es attraktiv genug ist, warum nicht mit einer Warteliste und begrenzten  Invites arbeiten? <\/li>\n\n\n\n<li>Bietet das Produkt selbst eine soziale Logik und Funktion, die es spannender macht, wenn man es gemeinsam mit Freunden nutzt? Wenn ja, wie kann man Freunde zu App-Botschaftern machen in dem sie selbst weitere Freunde einladen?<\/li>\n\n\n\n<li>Wer sind attraktive Influencer f\u00fcr die eigene App und Zielgruppe? Und wie kann man diese f\u00fcr das Angebot interessieren oder sogar dazu bringen es zu teilen bzw. dar\u00fcber positiv zu sprechen?<\/li>\n\n\n\n<li>Wie sieht ein frischer, attraktiver Pitch f\u00fcr die relevanten Medien und passende Journalisten aus? Was k\u00f6nnte die Medien konkret dazu bringen \u00fcber die eigene App zu schreiben?<\/li>\n\n\n\n<li>Wie kann man schon in der Beta-Phase eine Community rund um die eigene App aufbauen? Eine Community, die stark genug ist, um sp\u00e4ter auch aus ihr heraus zu wachsen.<\/li>\n<\/ol>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><a href=\"https:\/\/tchop.io\/resources\/library\/user-needs-model-for-internal-communications\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"950\" height=\"287\" src=\"https:\/\/blog.tchop.io\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/User-Needs-Model-for-Internal-Communications-CTA.png\" loading=\"lazy\" alt=\"\" class=\"wp-image-5666\" srcset=\"https:\/\/blog.tchop.io\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/User-Needs-Model-for-Internal-Communications-CTA.png 950w, https:\/\/blog.tchop.io\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/User-Needs-Model-for-Internal-Communications-CTA-300x91.png 300w, https:\/\/blog.tchop.io\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/User-Needs-Model-for-Internal-Communications-CTA-768x232.png 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 950px) 100vw, 950px\" \/><\/a><\/figure>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Frage wie man f\u00fcr die eigene, neue App schnell und effizient die ersten 1.000 Nutzer gewinnt, umtreibt jeden der eine App f\u00fcr Konsumenten im&#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":2728,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[184,187],"tags":[],"coauthors":[134],"class_list":["post-3269","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-anwendungsfaelle","category-community"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/blog.tchop.io\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3269","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/blog.tchop.io\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/blog.tchop.io\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.tchop.io\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.tchop.io\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=3269"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/blog.tchop.io\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3269\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":5683,"href":"https:\/\/blog.tchop.io\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3269\/revisions\/5683"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.tchop.io\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/2728"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/blog.tchop.io\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=3269"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.tchop.io\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=3269"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.tchop.io\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=3269"},{"taxonomy":"author","embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.tchop.io\/de\/wp-json\/wp\/v2\/coauthors?post=3269"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}