{"id":1629,"date":"2019-05-03T08:11:15","date_gmt":"2019-05-03T08:11:15","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.tchop.io\/?p=1629"},"modified":"2024-11-05T11:48:03","modified_gmt":"2024-11-05T11:48:03","slug":"content-curation-herausforderungen-und-chancen-fuer-unternehmen-und-medien","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.tchop.io\/de\/content-curation-herausforderungen-und-chancen-fuer-unternehmen-und-medien\/","title":{"rendered":"Content Curation &#8211; Herausforderungen und Chancen f\u00fcr Unternehmen und Medien"},"content":{"rendered":"\n<p>Das Kuratieren von Inhalten bietet Unternehmen, Agenturen und Redaktionen gro\u00dfes Potenzial. Es stellt sie organisatorisch, rechtlich und technologisch jedoch auch vor neue Herausforderungen. Im Folgenden sollen wichtige Aspekte beleuchtet werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Content Curation\ngenie\u00dft in klassischen Redaktionen, die sich traditionell auf das Erstellen\njournalistischer Inhalte fokussieren, nicht immer eine hohe Akzeptanz. Speziell\nPrintredaktionen wurden dazu ausgebildet Inhalte selbst zu recherchieren und zu\npublizieren. In Redaktionen mit digitaler DNA ist Content Curation dagegen meist\nweiter verbreitet und wird mindestens im Rahmen der internen Workflows genutzt.\n<\/p>\n\n\n\n<p>In vielen F\u00e4llen geht es daher auch darum Denkweisen zu ver\u00e4ndern und einen effizienzgetriebenen, zielgerichteten Prozess zu etablieren, der sich davon unabh\u00e4ngig macht wer Urheber eines Inhalts ist. Im Vergleich zu klassischen Medien- und Verlagsh\u00e4usern mag man glauben, dass Content Marketeerr den Vorteil haben, dass Ihnen strikte Kundenorientierung in der Marketingkommunikation im Idealfall ohnehin zu eigen ist.<\/p>\n\n\n\n<p>Erfolg mit kuratierten Inhalten ist immer davon abh\u00e4ngig wie stark die handelnden Personen digital arbeiten, denken und neue Prozesse und Formate als Chance und nicht als Bedrohung begreifen. <\/p>\n\n\n\n<p>In der Praxis wird das Kuratieren von Inhalten meist als dreistufiger Prozess begriffen:<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"398\" src=\"https:\/\/blog.tchop.io\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/Abbildung-2-1024x398.png\" loading=\"lazy\" alt=\"\" class=\"wp-image-1630\" srcset=\"https:\/\/blog.tchop.io\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/Abbildung-2-1024x398.png 1024w, https:\/\/blog.tchop.io\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/Abbildung-2-800x311.png 800w, https:\/\/blog.tchop.io\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/Abbildung-2-300x117.png 300w, https:\/\/blog.tchop.io\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/Abbildung-2-768x299.png 768w, https:\/\/blog.tchop.io\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/Abbildung-2-1100x428.png 1100w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p><br>Der erste Schritt geh\u00f6rt zum Handwerkszeug einer jeden Redaktion und ist Teil des redaktionellen, journalistischen Prozesses. Es gibt unz\u00e4hlige Tools und Services, die speziell in dieser Phase hilfreich sind und sich durch unterschiedliche Schwerpunkte auszeichnen.<\/p>\n\n\n\n<p>Im zweiten Teil entsteht der eigentliche Mehrwert, hier wird es\nanspruchsvoll. Oft geht es darum die richtigen Themen fr\u00fch zu erkennen, Inhalte\nauf wenige Kernpunkte herunter zu brechen und mit wenigen Worten Position zu\nbeziehen. Dies verlangt eine eigene journalistische Kompetenz, zumal es hier\nauch um Geschwindigkeit geht. Content verbreitet sich digital rasend schnell.\nWer aktuelle Nachrichten erst nach der Redaktionskonferenz am n\u00e4chsten Tag\nkommentiert und publiziert ist oft schon zu sp\u00e4t.<\/p>\n\n\n\n<p>Im dritten Schritt gilt es die kuratierten Inhalte den jeweiligen\nDistributionskan\u00e4len und Nutzererwartungen anzupassen. Um so mehr Kan\u00e4le es zu\nbedienen gilt, desto komplexer wird es. <\/p>\n\n\n\n<p>Auf der inhaltlichen und organisatorischen Seite sollte besonders folgenden Punkten <a href=\"https:\/\/blog.tchop.io\/de\/was-menschen-zurueckkehren-laesst-wenn-niemand-sie-dazu-auffordert\/\">Aufmerksamkeit<\/a> geschenkt werden:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Finden\nSie die richtige Mischung aus kuratierten und eigenen Inhalten, denn Content\nCuration kann die Wirksamkeit der eigenen Inhalte verbessern; pauschale\nAussagen wie dieser Mix prozentual aussehen soll, sind kritisch zu betrachten, denn\nletztlich beeinflussen dies in der Praxis viele Faktoren von Strategie bis\nBudget. Experimentieren Sie damit und messen Sie das Ergebnis.<\/li>\n\n\n\n<li>\u00dcbersetzen\nSie Ihre Markenwerte in \u201cContent Values\u201d und definieren Sie wie viel die\nkuratierten Inhalte und Themen mit Ihrer <a href=\"https:\/\/blog.tchop.io\/de\/wie-baut-man-eine-loyale-digitale-community-auf\/\">Marke<\/a> bzw. Ihrem Produkt zu tun haben\nm\u00fcssen; \u00fcberlegen Sie sich vorher welchen Abstrahleffekt das Angebot auf Ihre\nMarke haben soll.<\/li>\n\n\n\n<li>Setzen\nSie auf Qualit\u00e4t statt Quantit\u00e4t, denn Quantit\u00e4t gibt es ohnehin genug im\nInternet. Ihre Nutzer sind anspruchsvoll, oft auch selbst Experten Ihres Gebiets.\nSie erwarten <a href=\"https:\/\/blog.tchop.io\/de\/warum-kleinere-communities-oft-groessere-wirkung-entfalten\/\">Kontext<\/a> und Einordnung.<\/li>\n\n\n\n<li>Fremde\nQuellen und Autoren sollten prominent und offensiv hervorgehoben werden; man\nsollte niemals so tun als ob kuratierter Inhalt eigener Inhalt ist. <\/li>\n\n\n\n<li>Inhalte\nund Angebote des Wettbewerbs sollten mit einbezogen werden. Dies zeigt Gr\u00f6\u00dfe\nund macht Ihr Angebot f\u00fcr Nutzer attraktiver und glaubw\u00fcrdiger. Wichtig ist\ndabei, den richtigen Ton zu treffen!<\/li>\n\n\n\n<li>Ein\nRedaktionsplan f\u00fcr kuratierte Inhalte und Themen ist besonders in gr\u00f6\u00dferen\nTeams erfolgskritisch; dabei sollten auch Publikationszeitpunkte, Frequenz und\nUmfang der kuratierten Inhalte vorab definiert werden.<\/li>\n\n\n\n<li>Kuratierte\nInhalte sollten genau wie eigene auf Basis von Daten optimiert werden, d.h. es\ngilt relevante \u201cKey Performance Indikatoren\u201d zu definieren und ein\nentsprechendes Tracking aufzusetzen.<\/li>\n\n\n\n<li>Involvieren\nSie nicht nur Redakteure oder Mitarbeiter in der Marketing- oder\nKommunikationsabteilung, sondern auch Fachleute aus den jeweiligen Bereichen.\nDiese haben oft ein gr\u00f6\u00dferes Fachwissen und verfolgen die relevanten Quellen\nohnehin t\u00e4glich. Mit den richtigen Tools ausgestattet ist deren inhaltlicher\nOutput oft von erstaunlicher Qualit\u00e4t.<\/li>\n\n\n\n<li>Setzen\nSie auf schlanke Prozesse und Geschwindigkeit auf Basis moderner\nSoftware-Tools; in Redaktionskonferenzen k\u00f6nnen Themen diskutiert werden, aber\ndas eigentliche publizieren kuratierter Inhalte sollte zeitnah und aktuell\nerfolgen.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p>F\u00fcr Unternehmen und Marken, die versuchen eigene <a href=\"https:\/\/blog.tchop.io\/de\/10-entwicklungen-nachrichtenjournalismus-2026\/\">Medien<\/a> und Plattformen zu etablieren, um in einen dauerhaften Dialog mit Konsumenten und Kunden zu treten, ist Content Curation eines der wichtigsten Instrumente. Kuratierte Inhalte schlagen in den richtigen digitalen Darbietungsformen selbst produzierte Inhalte h\u00e4ufig auf den wichtigsten Erfolgsindikatoren: Geschwindigkeit, Effizienz und Relevanz. <\/p>\n\n\n\n<p>Es geht aber nicht um \u201eKreation vs. Kuration\u201c, sondern um eine m\u00f6glichst geschickte Verbindung beider Techniken im Sinne der eigenen kommunikativen Zielsetzung(en).<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Kuratieren von Inhalten bietet Unternehmen, Agenturen und Redaktionen gro\u00dfes Potenzial. Es stellt sie organisatorisch, rechtlich und technologisch jedoch auch vor neue Herausforderungen. 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